Beschreibung der Holsteiner Pferde

Der Holsteiner gehört zu den Deutschen Reitpferden und kann auf eine lange und traditionsreiche Zuchtgeschichte zurückblicken. Die Holsteiner Zucht stammt aus Schleswig-Holstein und ist über die ganze Welt verbreitet, hauptsächlich in Deutschland und Europa sowie den USA. Allein in Deutschland zählt der Holsteiner ca. 7300 Zuchtstuten und 230 Zuchthengste.

Zuchtgeschichte des Holsteiner Pferdes

Das sogenannte Land zwischen den Meeren, Schleswig-Holstein, zählt schon seit vielen Jahrhunderten zu den wichtigsten deutschen Zuchtgebieten. Hier liegt die Heimat der Holsteiner Pferde, insbesondere im Marschland der Elbe sowie der schleswig-holsteinischen Westküste. Bereits seit dem Mittelalter ist diese Pferderasse bekannt. Zu dieser Zeit sind die Holsteiner Pferde in erster Linie als schwere Arbeitstiere von den Bauern der Region herangezogen worden.
Das erste Holsteiner Warmblut war also ein kräftiges Tier, welches vorzugsweise Einsatz in der Landwirtschaft fand.

Die schwierige Bodenbeschaffenheit war stetig ein Grund für die unentwegte Selektion der Tiere, da für die Arbeit unter den gegebenen Bedingungen nur geeignete Pferde in Frage kamen. In den Kriegsjahren wurden die Pferde auch als verlässliche Nutztiere in der Kavallerie eingesetzt. Auf Grund der besonderen Festigkeit und Leistungsbereitschaft erlangte der Holsteiner im Laufe der Jahre hohe Bekanntheit auch außerhalb Deutschlands.

Später erkannte man ebenso ihre Fähigkeit für den Bereich des Reitsports, weshalb die Pferde durch die Einkreuzung von Vollblütern eine Veredelung erfuhren.

Verwendung des Holsteiner

Speziell als Sportpferde zeigen die Holsteiner eine besondere Eignung. Die positiven raumgreifenden aber auch elastischen Bewegungsabläufe lassen die Holsteiner in diversen Einsatzgebieten positiv hervorstechen. Wegen ihrer hohen Belastbarkeit traten in der Zucht Spitzenpferde auf, die man heutzutage vor allem in den Disziplinen Dressur, Springreiten und dem Vielseitigkeitsreiten vorfindet. Hier zeigt sich die ausgeprägte Geduld und Ruhe der Tiere. Ebenso sind diese Eigenschaften, neben der erhabenen Größe, für den Einsatz als Jagdpferd überaus vorteilhaft. Da diese Rasse ein hohes Stockmaß aufweist, sind die Pferde für kleinere Reiter nur wenig geeignet.

Besonderheiten der Holsteiner Pferde

Das ursprünglich schwere Großpferd wurde zu einem leichten und eleganten Sportpferd, als im Zuge der Technisierung die Nachfrage nach diesem Pferdetyp sank. Im Verlauf der Zuchtgeschichte wurden englische Vollblut Hengste eingekreuzt, die dafür sorgten, dass diese Rasse im Sport zu diversen Erfolgen kam. Der Grundstein für eine offizielle Zucht wurde mit dem Zusammenschluss der bestehenden Zuchtvereine im Jahr 1883 gelegt. Die daraus resultierende Zuchtbuchführung ist noch heute gültig und bildet die Grundlage für die bis zum jetzigen Zeitpunkt bestehende Züchtung der Pferde.

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