Alles über Pferde

Pferde sind schnelle, elegante und sehr vorsichtige Tiere. Doch wenn der Mensch sich ihnen richtig nähert, werden sie treue und nützliche Wegbegleiter.

Unsere Pferde stammen von Wildpferden ab, die früher in Herden in den Steppen oder Bergen lebten. Solche Wildpferde gibt es schon seit 1,5 Millionen Jahren. Dann kam der Mensch. Er stellte fest, dass ihm Pferde nützlich sein könnten – zum Reiten, Pflügen, Ziehen von Baumstämmen oder Kutschen.

Also wurden wilde Pferde mit Seilen eingefangen und eingepfercht. Dann näherte man sich ihnen ganz vorsichtig, um sie zu zähmen. Wie das gemacht wird, kann man manchmal in Indianerfilmen sehen. In der Mongolei oder den USA gibt es auch heute noch wilde Pferde. Auch in Deutschland gibt es noch eine große Herde, die frei herumgaloppieren darf: in der Lüneburger Heide.

Heute werden Pferde nicht mehr eingefangen, sondern gezüchtet. Und so sind mittlerweile um die 200 Rassen entstanden, zum Beispiel Haflinger, Andalusier, Trakehner, Shetland-Ponys oder Fjordpferde.

Sie haben sich im Laufe der Zeit den klimatischen Bedingungen angepasst, unter denen sie leben. Araberpferde kommen prima mit dem Wüstenklima Afrikas zurecht und die kleinen, kräftigen Fjordpferde sind hervorragend geeignet für das raue Leben in Norwegen, wo sie herkommen.

Warmblut oder Kaltblut - eine Frage des Temperaments

Pferde, die kleiner als 148 cm sind, gelten als Ponys. Je nach Temperament der Pferde unterscheidet man zwischen Kalt-, Warm- oder Vollblütern. Mit ihrer Körpertemperatur hat das nichts zu tun, die ist bei allen Pferden gleich. Kaltblüter haben ein ruhiges Temperament und eignen sich gut als Zugpferde. Warmblüter werden dagegen als Reitpferde eingesetzt. Sie liegen vom Temperament her zwischen dem Kaltblut und dem Vollblut, vereinen Merkmale beider Rassen. Vollblüter gehen auf die Araberpferde zurück. Sie werden speziell für den Galopprennsport gezüchtet.

Die wichtigsten Gangarten der Pferde sind Schritt, Trab und Galopp. Seltener gehen Pferde im Pass (dann werden beide Beine auf einer Seite gleichzeitig nach vorn gesetzt). Bei Isländerpferden gibt es noch eine spezielle Gangart, die man Tölt nennt. Das Pferd läuft beim Tölten ganz weich und der Reiter sitzt besonders ruhig im Sattel.

Richtige Pflege ist wichtig

Ein Pferd braucht viel Pflege und Zeit, täglich muss ihr Fell gebürstet werden, die Hufe müssen ausgekratzt und in regelmäßigen Abständen gefettet werden.

Wichtig für das Wohlbefinden eines Pferdes ist auch sein Stall. Regelmäßig muss das Stroh gewechselt werden, auf dem das Pferd steht oder liegt, wenn es schläft. Frisches Wasser gehört täglich in den Stall. Pferde freuen sich über Heu, Hafer, Möhren, Äpfel und natürlich auch über Streicheleinheiten. Sie brauchen auch die Gemeinschaft mit anderen Pferden, denn sie sind Herdentiere.

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